Willkommen beim G.T.E.V. Huiberg Weis-Blau e.V.



Ankündigung Stargast für unser Zeltfest 2018



Auszug Wiesbadener Kurier vom 30.08.2017

Michelbach: Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein Huiberg begeht Geburtstag des Bayernkönigs Ludwig



Von Danuta Kottusch

MICHELBACH - Den 127. Geburtstag von Bayernkönig Ludwig begeht man in Michelbach am Sonntag mit einem Frühschoppen. Traditionell erhalten die sogenannten „Brühlpaten“ dazu ein Freigetränk, weibliche Gäste werden mit Sekt und Blumengruß empfangen. Später schunkelt man zu den Hits der „Huiberg Drops“ und stärkt sich mit Weißwurst und Brezeln, mit Fleischkäse und Kartoffelsalat. Dreierlei König-Ludwig-Biere werden hierfür aus Bayern importiert, die Brände kommen aus dem Schwarzwald. Der Frühschoppen diene dem Zusammenhalt, erzählt Mario Sgoll, der den Vorsitz des eingetragenen Vereins mit diesem langen Namen innehat: Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein Huiberg Weiß-Blau, kurz GTEV. Als gegen 12 Uhr die „Huiberg Drops“ ihren musikalischen Vortrag starten, sitzen schon erste Gäste vor dem Dorfgemeinschaftshaus, in dem die Gebirgstrachtler ihr Vereinsheim haben.

Hinter dem Tresen steht auch Udo Scheliga: Aarbergens Bürgermeister trägt Krachlederne zum weißen Hemd und gilt im Verein als Urgestein. Die Vereinsgründung wird am Biertisch bereitwillig aufgerollt: Bis in die 60er Jahre hätten die Michelbacher auf ihrem Dorfplatz gefeiert, so Sgoll. Zur Anschauung reicht ein Gründungsmitglied schwarz-weiße Fotos herum, die ein Turnerfest auf dem Dorfplatz, „dem Brühl“, zeigen. Scheliga sei Mitglied der 1992 gegründeten Sängergruppe „Huiberg Drops“ gewesen und wollte die Dorfmitte wieder beleben. Mit ihren Trachten aus dem letzten Urlaub gründeten 16 Trachtenträger im Jahr 1994 den GTEV. In der Folge verkauften sie über 400 „Brühl-Patenschaften“ und richteten mit den Einnahmen die Dorfmitte her. Das habe für Toilettenhäuschen und die Schotterung gereicht, erzählt Sgoll.

Seit Reaktivierung des Brühlplatzes steigt alljährlich das Zeltfest zu Ehren von König Ludwig, das in diesem Jahr an drei Tagen rund 2500 Gäste zählte und zunehmend junge Besucher lockt. Und der Huiberg? Die Bauern hätten zuzeiten ihre Kühe mit „Hui“ auf den Michelbacher Hausberg getrieben, wo sich heute der Segelflugplatz finde, weiß Toni Hammer von den „Huiberg Drops“. Das Repertoire der Letzteren reicht von Bayerisch bis Kölsch, von Oldies aus Rock und Pop bis zu modernen Schlagern. Zu dem Gesang von Klaus, Iris und Ralph wippt auch Manuela B. aus Bad Schwalbach. Sie ist mit Mutter und Cousine da, trägt ein Trachten-Shirt zur schwarzen Hose und rote Wangen: „Sonst geh ich in die Disco“, lacht sie, „aber hier kommt auch Stimmung auf.“